Steinzeitnahrung

Alle sprechen über Ernährung. Gibt es richtig, was macht Sinn? WARUM!?

Das Paläo-Prinzip- Die moderne Steinzeiternährung

Das Thema Ernährung genießt in unserer Industriegesellschaft schon seit Jahren ein enormes Maß an Aufmerksamkeit! Erst kürzlich wurde durch empirische Erhebungen herausgefunden, dass jeder zweite Deutsche zu dick ist! Zu diesem erschreckenden Ergebnis kam eine bundesweite Verzehrstudie von Horst Seehofer (CSU).

Bisherige Ernährungstipps und Ernährungsrichtlinien stoßen mittlerweile an ihre Grenzen. Die Menschen in Deutschland werden nachweislich immer dicker und kränker! Stoffwechselerkrankungen, wie gestörte Fettwerte und Diabetes sind nicht mehr nur eine Alterskrankheit, sondern finden sich bereits bei Menschen in der Lebensmitte und sogar bei Kindern und Jugendlichen wieder.

Aufgrund dessen lohnt es sich neue Wege zu gehen und den  Blick darauf zu werfen, wo der Mensch herkommt und  welche genetische Veranlagung er bei der Ernährung besitzt! In seinen Anfängen war der Mensch ein Jäger und Sammler. Auf dem Speiseplan standen Fisch, Fleisch, Gemüse, Früchte, Nüsse und Wurzelgemüse. Getreideprodukte wurden erst tausende Jahre später als Nahrungsmittel genutzt! Da es schon 10.000 Jahre her ist, könnte man meinen, der Mensch hätte sich genetisch verändert und an die heutige Ernährung angepasst. Das ist ein Trugschluss. Die menschliche DNA hat sich in den letzten 10.000 Jahren um nur etwa 0,1 % verändert.

Daher lohnt sich, einen genauen Blick auf die „moderne“ Steinzeiternährung zu werfen. Neben der täglichen Bewegung hatte der Steinzeitmensch nur die obengenannten Nahrungsmittel zur Verfügung. Zwischen den Mahlzeiten gab es keine weitere Nahrung, es wurde nur Wasser getrunken. Daher auch der Kurswechsel von Ernährungsfachleuten von fünf kleinen Mahlzeiten auf drei Mahlzeiten zu wechseln. Der Steinzeitmensch verzehrte die gesammelten und erbeuteten Lebensmittel im natürlichen Zustand; was bedeutet, dass die erlegten Tiere auch in einer natürlichen Umgebung aufgewachsen sind und sich insbesondere natürlich/artgerecht ernährt haben. Keine Kuh, kein Schwein und auch kein Federvieh hatte sich zum Großteil oder gar ausschließlich von Getreide ernährt! Das Gemüse sollte so unbehandelt bleiben wie nur möglich. Dies gilt insbesondere auch für die Zubereitung von Gemüse. Kurzes garen erhält deutlich mehr Vitamine und Mikronährstoffe, als langes kochen oder zerkochen der Lebensmittel.

Kritiker der modernen Steinzeiternährung kommen häufig mit dem Argument das die Menschen damals nicht alt geworden sind und das das Durchschnittsalter bei 39 Jahren lag. Dieses Argument kann entkräftet werden. Infektionskrankheiten, Hygienebedingungen und auch Hunger, sowie Unfälle bei der Jagd (aus Jägern wurden oft auch gejagte!) waren nicht selten.  „Moderne Zivilisationskrankheiten“ erklären sich wunderbar selbst: Sie sind neu-nämlich „modern“- und vor allem in „Zivilisationsgesellschaften“ besonders ausgeprägt. Übergewicht ist nicht nur ein ungutes Gefühl beim Blick auf die Waage, sondern ein Krankheitsbild! Ein schwerwiegendes, aus dem sich Krankheiten wie Diabetes, Gefäß- und Stoffwechselkrankheiten, Leber und Nierenschäden, Organkrankheiten, Gicht, Rheuma, Arthrose, Migräne, Herzkreislauferkrankungen  -um nur einige zu nennen-entwickeln. Diese Krankheiten sind nicht Jahrtausende alt, sondern sehr „modern“. Das fatale daran: Es ist gerade einmal die Spitze des Eisbergs zu sehen. Inwieweit diese Entwicklung weiter geht und welche Kosten auf das weltweite Gesundheitssystem zukommen ist nicht abzusehen. Deutlich ist: Wir essen zu viel, bewegen uns zu wenig, sind kaum noch an der frischen Luft (Sonne und Sauerstoff) und haben ein völlig anderes Lebensverhalten, als vor 10.000 Jahren.
Wir haben zwar keinen Stress mehr, vor einem Säbelzahntiger zu flüchten, was eine hohe Stress-Situation von maximal wenigen Minuten wäre. Dafür aber chronischen Stress in Beruf und Alltag, den unser Immunsystem kaum noch bewerkstelligen kann…

Viele Faktoren beeinflussen unsere Gesundheit. Mit einer einzigen Ernährungsumstellung ist es durchaus nicht getan. Dafür ist das „System“ Mensch viel zu komplex und wird in unserer heutigen Gesellschaft mit immer komplexeren Lebensumständen konfrontiert. Gesundheit ist das Zusammenspiel aus der richtigen „Dosis“ Bewegung, einem sozialen und auch beruflichen Umfeld, in dem man sich sicher und zufrieden fühlt, einer nährstoffreichen Nahrung, die uns viele NÄHR-STOFFE liefert und einem Organsystem, das in der Lage ist, diese Nährstoffe aufzunehmen und zu verarbeiten.

Wer mehr wissen will oder Fragen hat, mailt uns an info@act-if.de

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