Nach zwei fast schlaflosen Nächten war es am Freitag wieder soweit

14 03 2011

Bei dem Versuch aus dem Bett zu kommen, um zum morgendlichen 30-minütigen Training zu kommen, musste ich lediglich an den Bikini denken, den ich letztes Jahr im Sommerschlussverkauf gekauft habe und es ging! Flitterwochen, ich komme!

Meine erste Mahlzeit sollte ich erst um 12 Uhr bekommen. Also 12,5 Stunden ohne jegliche Nahrungsaufnahme nach der letzten Mahlzeit. Toll, dass ausgerechnet an dem Tag eine Kollegin im Büro Geburtstag hatte und diese verfluchten, leckeren, frisch gebackenen, Schokocroissants dabei hatte. Und die rochen sooo gut…Man lehnt dankend ab und wird aber immer wieder aufgefordert zuzugreifen. Standhaft geblieben!!

Die nächste Trainingseinheit startete um 15 Uhr mit lockerem warm laufen. Herrlich! So kann es bleiben. Blieb es natürlich nicht. Heute kamen neue Hilfsmittel zum Einsatz. Meine neuen Freunde die kettlebells! Von der Koordination leichter zu handeln als der Sling Trainer aber vom Gewicht her keine Wohltat für mich! Außer die „Treppensteigen-Übung“. Mit links hoch,  und auch mit links wieder runter und umgekehrt. Und wenn Andreas dabei geredet hat und sei es auch einfach nur zählen (ihr wisst schon wie langsam) dann wusste ich schon gar nicht mehr wo rechts und links war.

Apropos Spaß. Der hörte dann bei den Liegestützen wieder auf. Ich HASSE Liegestützen. Liegestütze in allen möglichen Variationen. Hand nach rechts, nur noch mit einer Hand halten, dann noch die kettlebell hinzu…. Ich kam mir vor wie Bruce Lee. Nur die Liegestützen auf den kleinen Finger klappen noch nicht so ganz.

Nach dem harten Workout kam das Grauen auf mich zu. Die Fettmessung! Da fühlt man sich so wunderbar, wenn der Trainer vor einem steht und das Fett am Bauch messen will. Fett? Ich hab kein Fett, ich bin doch nur hier um mich fitter zu machen! Fit nicht Fett! Da verwechselt er wohl was. Tja, Bauch eingezogen und Luft angehalten, ich will ihm doch nicht meinen Wohlstandsbäuchlein zeigen! Keine Chance: Gemessen wurde mit einer „Caliper“ Zange. Wie soll ich euch das Ding bloß beschreiben?

Kennt ihr diese Filme die im Mittelalter spielen? Wenn der Arzt seinen Koffer aufmacht, hat der auch oft so ne fiese Zange dabei die irgendwas messen soll. So ein Teil war das. Da werden deine Pölsterchen gemessen. Ein anderer Mann hätte sich dabei eine gefangen! Ich dachte, ich stelle mich auf diese modernen Waagen und dann bekomme ich alle Werte ausgespuckt. Weit gefehlt! Hier wird es gründlich gemacht, mit Umfang messen und natürlich der fiesen Zange. Fett am Bauch, Fett von der Seite, Fett am Oberarm. Alles was ich dachte war nur noch Fett, Fett, Fett! Und die Werte kamen mir übertrieben vor (na ja… vielleicht auch nicht!). Ich glaube auch das Messband ist nicht richtig. Mein Bauch hat nicht so einen großen Umfang 😦 Wer misst denn schon am Bauchnabel? Weiter hoch bitte wo die Taille ist, da ist´s schön! Über dem Bauchnabel!  So werden wir garantiert keine Freunde! Freitagabend konnte ich mich dann kaum noch bewegen, Lachen war nicht drin! Also ernst bleiben!

Samstag dann Outdoor Training bei meinem „Co“-Trainer Felix. Nach ca. 4 Stunden Schlaf ging es also weiter. Das Wetter war prima und wundervoll aber die Übungen waren hart und gemein. Die „Warmlauf-Runden“ konnte ich schon kaum mitlaufen weil meine Beine von hinten bis runter in die Kniekehle krampften! 4. Trainingstag in Folge ist echt hart. Mein geliebter Sling Trainer war auch wieder dabei und er hatte neue Freunde mitgebracht. Eine hinterhältige Riesenschlange und einen bösen Medizinball! Es kommt immer wieder etwas Neues dazu – also es wird niemals langweilig und eintönig! Diesmal war ich aber Gott sei Dank nicht allein und konnte wenn die Augen gerade mal nicht auf mich gerichtet waren auch mal in meinem Tempo zählen: Eins, zwe, dr, sechs, zehn, ! Denn Felix Stoppuhr ist meiner Ansicht nach auch frisiert! Die Sekunden vieel zu langsam!

Die Riesenschlange in Form von Tauen hat mich fertig gemacht, genauso wie der Balanceakt auf dem Medizinball. Schon wieder in Liegestützposition und Fußspitzen auf den Ball und dann abwechselnd die Füße hoch. Ja ne, is klar!! Das der Ball immer wieder abhauen will, interessiert wohl keinen!?

Aber trotz „Folter“ ging auch diese Stunde irgendwie schnell vorbei, was mir echt jedes Mal ein Rätsel ist. Vielleicht tickt die Uhr zwischen den Trainingseinheiten einfach extrem schnell 😉 Trotzdem war ich froh, als es vorbei war und dann ging nix mehr! Und mit NIX meine ich NIX! Gehen, Treppen, Lachen, Arme bewegen, sitzen, liegen. Alles tat weh! Es gab keinen Teil meines Körpers der nicht mit trainiert hat. Sogar meine Augen haben mit gemacht, indem sie immer wieder böse Blicke in Richtung des zweiten Drillmeisters schickten.

Ohne Erfolg, die Uhr ging nicht kaputt und Felix fiel auch nicht um.